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Besuch im Museum

Das Holocaust Museum der Stadt Kalavrita - Bauplan

Das Holokaustmuseum der Stadt Kalavrita wurde auf Beschluss (Nr Α24908/04.08.1986) des Präfekten von Achaia (715V/23.10.1986) gegruendet. Dieser Beschluss wurde ersetzt durch den Beschluss mit der Nummer 21092/07.07.1994 des Präfekten von Achaia (GG 715V/23.10.1986), der geandert wurde durch die Beschluesse mit den Nummern 7014/21.05.1999 und 5273/2007 Entscheidungen der Generalsekretär der Region und ist eine Person des öffentlichen Rechts im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes 3463/2006 der Gemeindeordnung und wird durch die Bestimmungen dieser Entscheidungen geregelt.
Das Gebaeude der Grundschule wurde als Kunstwerk und historisches Denkmal ausgezeichnet, das unter besonderem staatlichen Schutz steht. Dahingegen zeichnete der Beschluss ΥΠΠΟ/ΔΙΛΑΠ/Γ/3488/52548/Φ.Ε.Κ./Β/79/27.11.1991 die Grundschule sowie die umgebende Fläche als historische Stätte aus.
In diesem symbolischen Gebäude haben die Bewohner der Stadt Kalavrita die Brutalität der nationalsozialistischen Gräueltaten erlebt und erlitten: Es war der Ort, an dem unmenschliche Trennungen von Familien, schmerzhafte Verabschiedungen, schreckliche Gefangenschaften von Frauen, Kindern und der gewaltsame Ausbruch statt fanden.

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Κάτοψη Μουσείου Καλαβρυτινού Ολοκαυτώματος

1. Raum

Thema: Kalavrita vor dem Krieg

Unsere alte Stadt

In diesen alten Tagen unsere kleine Stadt mit dem schönen Platz die Cafés und die Friseurläden und Büros und die Wasserbrunnen,

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hatte eine Menge Leute! Beamte und Kaufleute Anwälte und Doktoren Schuhmacher und Handwerker Friseure In diesen alten Tagen!

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Und jeden Sonntag, Alle in der Kirche, Schüler mit ihren Klassen. Und dann in die Cafés, ist der Chamouzas auf dem Platz spielt die Philarmonie!

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Und ich denke, jeder wartet bis der Abend kommt und der Zug ankommt gefuehrt vom Nikantros mit dem Bart ... Und das alles in diesen Tagen!

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nd es gab jede Art von Freude: Die Ecke des Trauzeugens Die kleine Taverne des Pachis und der seltsame Laden "Ein wenig von allem" des Gazis! Aber er stand unter einem schechten Stern!

G. Koutsouris

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2. Raum

Thema: “Operation Kalavrita”

“So wie alle Gebiete, lebt auch Kalavrita seit Mai 1941 unter der Geisel der Achse, mit hoher Moral und den Glauben an den Endsieg. Wir befinden uns im Jahr 1943. Unbarmherzige Schläge von Osten und Westen haben die Achse Rom- Berlin- Tokio in eine außerordentlich schwierige Lage gebracht. Dennoch erträgt ganz Europa das durch die erlittenen Schläge wütend gewordene nazistische Deutschland. Neben den gewachsenen Kriegsfronten muss Deutschland auch dem nationalen Widerstand in den besetzten Ländern gegenübertreten und große Gebiete befeindeter Völker erhalten. Adolf Hitler und seine Mitarbeiter setzen ihre “Geheimwaffe“ ein, ihr letztes Privileg: den organisierten Terrorismus mit dem gnadenlosen Massaker, die Plünderung mit Brandstiftung und das Verschwinden von allem, was mit der Freiheit zu tun hat . Die Durchführung des Plans war gut durchdacht und organisiert. Der erste Schlag durfte nicht zufällig sein, er musste „ins Herz“ treffen. So wurden in allen Ländern Städte geschlagen, die Vorgänger im Freiheitskampf waren. Kalavryta ist eine solche Stadt, die im nationalen Freiheitskampf von 1821 eine führende Rolle spielte.

P. Nicolaides
(Ueberlebender)

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3. Raum

Thema: Zerstoerung der Region

“Am 29. November ’43, dem Tag vor dem Fest des Heiligen Andreas, dem Schutzpatronen meines Dorfes Skepasto, wurden wir bombardiert. Ich war damals zwölf Jahre alt und ging zur Schule. Als die deutschen Flugzeuge ueber uns hinweg flogen, befahl uns unserer Lehrer, Leonidas Papacharalambous, hinaus zu gehen.
Die Bomben fingen an, herab zu fallen. Ich erinnere mich, dass mich mein Lehrer zu sich in eine Grube rief, in der er Deckung gefunden hatte:
“Komm, lass dich neben mich fallen und bewege dich nicht”, sagte er. Ich gehorchte. Dann fiel eine Bombe, ein Stein wurde hoch geschleudert und schlug mir an den Kopf. Das Blut lief in Stroemen ... Er konnte es nicht stillen ...”

Diamanto Bratsaki – Kotsara

 

“Ich erinnere mich wie wir meinen Vater auf einer Leiter ins Dorf trugen. Einige weinten und andere verspotteten und lachten uns aus. ... Wir legten ihn in den Garten, aber jemand gab uns den Rat, ihn ins Haus zu bringen, damit die Deutschen Mitleid mit uns haben und das Haus nicht in Brand setzen. Aber sie (die Deutschen) kamen herein, warfen die Oellampe zu Boden und versuchten unser Haus in Brand zu setzen ...
Wir fanden den Vorsteher des Dorfes aufgeschlitzt; er lebte noch aber wir konnten ihm nicht helfen ... Wir konnten die ganze Nacht keine Ruhe finden ... Ich erinnere mich, wie einer Frauenkleider anzog, um zu entkommen, ein anderer stieg auf das Dach, ein anderer versteckte sich in den Felsen …
Wir wussten noch nicht, wo sie hingerichtet wurden ... Am Morgen begannen wir zu suchen. Wir gingen zur Kirche “Agia Paraskevi”. Was mussten wir dort sehen? ... Eine Leiche ueber der anderen ... Es gab auch zwei Verletzte. Ein Lehrer hatte sich am Kinn verletzt; die Doerfler trugen ihn auf ihren Schultern, aber es war zu spät ... Ein anderer, Philippos Grintzos war sein Name, rutschte aus, weil ein Toter auf ihn gefallen war. Wir hoben alleine Gueben aus und beerdigten sie ...”

Zeugenaussage von Elli Stephanopoulos - Grintzos
Opfer der Tragödie von Kerpini

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4. Raum

Thema: Die Deutschen in Kalavrita – Zerstoerung

“... Es ist fast 10.30 Uhr und schwarzer Rauch fängt an, sich zu verbreiten. In der Stadt sind Schüsse zu hoeren. Sie bewerfen die Häuser mit Pulver, um sie leichter in Brand setzen zu koennen. Wohin man auch schaut, Flammen und Rauch. Rauch, Krach und Plünderungen. Häuser, Geschäfte, öffentliche Einrichtungen, Hütten und Scheunen, Kirchen, Besitztuemer – die harte Arbeit vieler Jahre, verbrennen gnadenlos in einem großen schwarzen und roten Feuer ....
Der erste Deutsche, der mich wegzog, wurde in der Tat getäuscht. Er dachte ich sei tot und gab mir zur Belohnung einen Tritt. Dann kam ein zweiter Soldat. Ich dachte, dass das gleiche auch mit ihm passieren wuerde. Als der erste mich zum ersten Mal schuettelte, fiel mir meine goldene Uhr aus der Tasche, und er hat sich gefreut. Er hat sie zwei oder dreimal in beide Hände genommen und sich gleichzeitig umgeblickt. Es scheint, dass es ihnen verboten war, die Toten zu beklauen, und er fürchtete, dass ein Offizier ihn sehen wuerde. Die Uhr blendete ihn und er hat mit ihr “geflirtet”. Er hat sie fallen gelassen und wieder in die Hand genommen.
Irgendwann konnte ich meinen Atem nicht laenger halten und atmete ein. Da feuerte er mit seiner Pistole auf meinen Nacken und verließ den Ort sofort.”

Georgios Georgantas (Ueberlebender)

5. Raum

Thema: Historisches Gedaechtnis (Pantheon der Helden von Kalavryta – Die Kreuzabnahme von Nazismus)

“Ich verlor meinen Mann Nikos, und meine drei Jungs Antonis, Giorgos und Christos. Und ich war alleine und schutzlos mit meinen fünf Waisen ... “

Antiope Chondronikola

“Ich hatte vier Brüder ... Ich gehe dorthin und finde meinen Bruder Nikos. Die Haelfte seines Kopfes war nach vorne gewoelbt, die hintere Hälfte hat gebrannt. ... Ich lief weiter und fand Christos. Er war auch tot, alle seine Eingeweide waren heraus getreten. Ich finde Alexis; ihm wurde ins Herz geschossen und er blutete stark. Ich fand Dimitris; seine Hände waren abgeschnitten und er hat gestoehnt. Ich ging einen Schritt weiter und fand meinen Vater. Seine ganze Gesicht war weg ... Horror ... Trauer ... Tränen ...”

Trisevgeni Ferleli-Rekouti

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Der Grundschulhof

Die Ostseite des Hofes

Die Komposition mit dem Titel “Keine Weiteren Kriege” des Bildhauers Nikos Dimopoulos im Hof des Museums der Holocaust von Kalavrita. Sie wurde von der Familie von Andreas Varelopoulos gestiftet. Sie zeigt eine Frau, die ihren toten hingerichteten Mann unter den schmerzhaften Blicken ihrer Kinder zieht.

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